Ständiger Wechsel

von Guebwiller nach Wattwiller

Und heute schon wieder ganz anders. So gelassen hab ich mich selten erlebt – gestern noch emotional und heute entspannt und aufmerksam. Kurze Distanz heute – entspannen beim gehen. Noch vor einem Monat wäre ich sehr außer Atem gekommen.


06.11.2025 – Bemerkenswertes

Also Guebwiller – hmm, joa – okay. Jetzt gehts langsam raus aus dem touristischen Elsass, deutlich. Auch die Himmelsrichtung wird sich ab morgen ändern, in die ich laufen werde. Es war die ganze Zeit seit Mainz, mehr oder weniger in Richtung Süden – jetzt gehts dann in Richtung Süd-Westen, Westen.

Auf meine Art grüße ich jeden Entgegenkommenden, selbst große Gruppen und es ist immer wieder eine Freude wie die Menschen darauf reagieren. Die meisten sind überrascht weil es mittlerweile nicht mehr üblich ist, dass man Menschen grüßt denen man begegnet.
Eben hatte ich dabei ein wunderbares Erlebnis:
Ein alter Mann mit Hut kam mir auf einem Waldweg entgegen und hatte wie viele ältliche Menschen, sich mit Stöcken fortbewegt. Offensichtlich war er nicht so gut zu Fuß.
Wie immer grüßte ich ihn freundlich und wollte schon weitergehen, da rief er mich zurück und sprach mich etwas nuschelnd und schwierig zu verstehen französisch an, sodass ich mich sehr konzentrieren musste ihn zu verstehen. Ich bat ihn bitte langsam zu sprechen und er antwortete sofort in der deutschen Sprache, dass es nicht mehr üblich sei dass Menschen einander begrüßen. Er wollte sich bedanken und er fand es sehr angenehm, gesehen zu werden und weil man sich dabei auch anlächelt. Man bekommt ein anderes Gefühl zu einander, man hat einfach einen wunderbaren kurzen Kontakt miteinander und das trägt man dann weiter mit sich fort. Man freut sich, dass jemand sich freut.
Es war ein herzliches, kleines, kurzes und intensives Gespräch – sehr sehr freundlich – sehr, sehr.